Ein Studio-Hintergrund entfernt alles Ablenkende rund um das Auto – übrig bleibt nur noch das Auto selbst. Staubige Räder, ein Kaffeebecher in der Mittelkonsole und eine verschmierte Windschutzscheibe fallen dann mehr auf, nicht weniger. Du brauchst keine komplette Aufbereitung. Du brauchst zehn konzentrierte Minuten und eine kleine Ausrüstung.

Die Ausrüstung

  • Zwei oder drei Mikrofasertücher, eines davon nur für Glas.
  • Einen Glasreiniger und ein Schnellreinigungsspray.
  • Eine Felgenbürste oder eine alte weiche Bürste.
  • Eine Tüte für alles, was noch im Auto liegt.
  • Cockpittücher für Armaturenbrett und Display.

Bewahr alles in einer Kiste neben der Bürotür auf, damit niemand suchen muss.

Die zehn Minuten

Arbeite in dieser Reihenfolge. Sie geht von den Aufgaben, die das Foto am stärksten verändern, zu denen, die nur aus der Nähe zählen. Hak sie unterwegs ab.

  1. Minute 1: Ausräumen
    Persönliche Gegenstände, Papiere, Lufterfrischer, Handyhalterungen und alles in den Türfächern. Nimm Preisschild und Scheibenaufkleber ab.
  2. Minute 2 und 3: Räder
    Bürste die Felgen ab und wisch die Reifenflanken sauber. Räder sind auf fast jeder Außenaufnahme zu sehen.
  3. Minute 4 und 5: Untere Karosserie
    Schnellreinigungsspray auf die unteren Türbereiche, die Schweller und die Stoßfänger, wo sich der Straßenschmutz sammelt.
  4. Minute 6 und 7: Scheiben
    Windschutzscheibe und Seitenscheiben, innen und außen. Durch saubere Scheiben sieht man den Innenraum.
  5. Minute 8: Armaturenbrett und Konsole
    Wisch Armaturenbrett, Display und Getränkehalter ab. Schalte das Display später für die Cockpit-Aufnahme ein.
  6. Minute 9: Sitze und Matten
    Bürste die Sitze ab, leg die Matten gerade hin und richte die Kopfstützen aus.
  7. Minute 10: Das Auto ausrichten
    Lenkrad gerade, Spiegel ausgeklappt, Wischer angelegt, Vorderräder so eingeschlagen, dass die Felge zur Kamera zeigt.

Was du dir sparen kannst

Eine komplette Wäsche, wenn das Auto nicht sichtbar schmutzig ist: Staub, den man aus ein paar Metern sieht, zählt, ein leichter Film meist nicht. Reifenglanz, der auf Fotos oft nass und schmierig wirkt. Den Motorraum, außer du fotografierst ihn. Das Ziel ist ein Auto, das gepflegt aussieht – nicht eines, das aussieht, als käme es gerade aus der Waschanlage.

Putz zuerst, was die Kamera zuerst sieht: Räder, Scheiben und die unteren Türbereiche.

Warum es mit einem Studio-Hintergrund noch wichtiger ist

Auf dem Hof fällt ein staubiges Auto zwischen den anderen staubigen Autos nicht auf. In einer weißen Halle oder einem Glas-Showroom konkurriert nichts anderes um Aufmerksamkeit, und der Blick geht direkt auf die Oberflächen des Autos. LotShow leuchtet die Szene neu aus und erdet die Schatten, lackiert oder putzt das Auto aber nie. Lack, Ausstattung und Embleme werden nie neu gezeichnet, Staub inklusive: Die zehn Minuten vor der Aufnahme sind also die einzige Reinigung, die das Foto bekommt.

Mach daraus ein Fließband, keine Einzelaufgabe

Wenn du eine ganze Reihe fotografierst, putz nicht Auto für Auto. Mach bei allen die Räder, dann bei allen die Scheiben, dann die Innenräume. So behältst du dasselbe Werkzeug in der Hand und kommst spürbar schneller durch die Reihe. Dann geh mit dem Handy die Reihe ab. Unsere Routine für den Hofrundgang zeigt, wie Putzen, Fotografieren und Hochladen in einen Vormittag passen.